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ödp Bayern will Volksabstimmung über Rauchverbot Drucken Weiterempfehlen
Mittwoch, 29. April 2009

Die Bürger in Bayern sollen nach dem Willen der ödp (Ökologisch-Demokartische Partei) selbst über das Rauchverbot abstimmen: Die Partei plant ein Volksbegehren zum Nichtraucherschutz in der Gastronomie. Unter dem Motto "Leben und leben lassen - für echten Nichtraucherschutz" wird das Ziel angestrebt, die bisherige bayerische Regelung, das strengste Rauchverbot in Deutschland, beizubehalten und damit die von der CSU/FDP-Koalition angekündigten Lockerungen nicht umzusetzen. Zusätzlich soll das Schlupfloch im aktuell geltenden Gesetz gestopft werden: Die Raucherclubs sollen verboten werden.

 

Die Vorbereitungen zum Volksbegehren sollen noch in dieser Woche starten, teilte die Partei mit. Es wird von zahlreichen Verbänden unterstützt.

 

Für ein Volksbegehren müssen in Bayern in einer ersten Stufe 25.000 Bürger zunächst einen Antrag unterschreiben. Danach wird der Antrag zur Prüfung beim Innenministerium zugelassen. Falls rechtliche Bedenken bestehen, entscheidet der Bayerische Verfassungsgerichtshof über die Verfassungsmäßigkeit des Vorhabens. Nach Zulassung müssen sich innerhalb einer Frist von zwei Wochen 10 % der stimmberechtigten Bürger in dern Rathäusern in Unterschriftenlisten eintragen. Ist auch diese zweite Stufe erfolgreich, dann kann der Landtag das Anliegen direkt umsetzen. Lehnt er dies ab, so wird innerhalb von drei Monaten ein Volksentscheid durchgeführt, bei dem alle Bürger abstimmen dürfen (Stufe 3).

 

Weiterführende Informationen:

Leben und leben lassen - Volksbegehren Nichtraucherschutz der ödp Bayern

 

» 2 Kommentare
1"Befürworter aus der CSU"
am Donnerstag, 7. Mai 2009 12:33von fidiboo
Das Volksbegehren gegen die Lockerung des Rauchverbots gewinnt unerwartet Befürworter auch aus Reihen der CSU. Der Münchner Landtagsabgeordnete Thomas Zimmermann will für das strengere Rauchverbot stimmen, wenn es mit der alten CSU-Regelung übereinstimmt. Damit ist er Medienberichten zufolge in seiner Partei nicht allein. Auch die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) unterstützt das Volksbegehren.
2"Bündnis für Volksbegehren"
am Freitag, 2. Oktober 2009 17:59von fidiboo
Am 1. Oktober 2009 hat sich offiziell ein überparteiliches Bündnis für das Nichtraucherschutz-Volksbegehren formiert. Ihm gehören neben ÖDP, SPD und Grünen mehrere Gesundheitsverbände u.a. der Ärztliche Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit e.V., die Deutsche Krebshilfe e.V., die Deutsche Krebsgesellschaft e.V., der Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, das Bündnis rauchfreie Gastronomie (über 500 Gaststätten, Bars, Kneipen und Diskotheken aus allen größeren Städten) und der Bayerische Leichtathletikverband an.
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