In einer CSU-Vorstandssitzung wurde das Rauchverbot als eine der Hauptursachen für die Verluste bei der Kommunalwahl ausgemacht. Viele CSU-Wähler seien deswegen nicht zur Wahl gegangen, so die Einschätzung. Ministerpräsident Günther Beckstein und Parteichef Erwin Huber haben daher zugesichert, das bestehende Gesetz noch einmal sorgfältig zu prüfen und flexibel zu sein. Beckstein warnte aber zugleich vor Schnellschüssen. Der "Vater" des strengen Rauchverbots, Fraktionschef Georg Schmid, lehnt hingegen jede Änderung ab. Eine Kehrtwende werde es nicht geben.
Indes kämpft die Gastronomie weiter gegen das Rauchverbot. Der Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) fordert das so genannte spanische Modell. Danach kann ein Wirt frei entscheiden, ob er sein Lokal rauchfrei führen will oder nicht. Bei Gaststätten mit mehreren Räumen sollen Raucherräume ausgewiesen werden dürfen. Der Verein hat mittlerweile 30.000 Mitglieder und bereits 107.000 Unterschriften gegen das Rauchverbot gesammelt. Zur Umgehung des absoluten Rauchverbots werden in Bayern immer mehr Lokale als Raucherclub deklariert.