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Die 26-jährige Nicky aus London ist überzeugt, dass Smirting ihrem Liebesleben wahre Wunder beschert hat: Weil alle Bars draußen kleine Raucherzonen aufgebaut haben, konnten sie und ihre Freundinnen haufenweise neue Männer kennenlernen. Für Raucherin Shelley (23) aus Schottland ist das Raucherverbot das Beste was ihr passieren konnte: So hat sie ihren Freund kennengelernt. Für den 35-jährigen Oliver aus Birmingham ist Smirting perfekt für Kerls, weil man leicht mit einem Mädchen ins Gespräch kommen kann, ohne sich durch eine abgedroschene Anmache zu blamieren. Und für Mädels wäre es super, weil sie unauffällig für eine Zigarette vor die Tür schauen könnten, um einem süßen Typen näher zu kommen. Und auch wenn man nicht an einem Flirt interessiert ist sei Smirting eine gute Gelegenheit mit Leuten in Kontakt zu kommen, die man sonst nicht kennen lernen würde.
„Hast Du mal Feuer?“
Was aber macht Smirting so beliebt und erfolgreich? Ganz einfach: Man kommt schnell und unkompliziert ins Gespräch. Allein die Tatsache, zu den „Ausgestoßenen“ zu zählen, in die Raucherzone gehen zu müssen, Wind und Wetter ausgesetzt zu sein schweißt zusammen und bietet die ersten Ansatzpunkte für ein kurzes ungezwungenes Gespräch. Die ständigen Änderungen der Nichtraucherschutzgesetze oder das neu eröffnete Raucherlokal, das man vor einigen Tagen aufgesucht hat, bieten sich zur Vertiefung der Konversation an. Die einfachste und unverfänglichste Masche, mit seinen Leidensgenossen ins Gespräch zu kommen, ist natürlich sie oder ihn um Feuer oder um eine Zigarette zu bitten, zur Not unter dem Vorwand, die eigenen drin vergessen zu haben.
Die fertig gerauchte Zigarette bietet andererseits auch einen willkommenen Anlass, das Gespräch schnell wieder zu beenden, falls sich der Gesprächspartner als weniger interessant herausstellt als erhofft. Man kann also bei Bedarf schnell wieder den Rückzug antreten, ohne das Gesicht zu verlieren. Wenn die oder der Richtige nicht dabei war – halb so schlimm: Mit jedem Gang vor die Tür kann man mit anderen Leuten ins Gespräch kommen und somit viel mehr potenzielle Partner kennen lernen als in der lauten Disco, am Stammplatz an der Bar oder am Tisch in der Kneipe. Auch das Risiko, an einen gänzlich falschen Flirtpartner zu geraten, ist beim Smirting geringer als sonst: Denn man kann sich sicher sein, dass Leute, die das eigene Laster teilen, nichts gegen einen rauchenden Partner haben werden: Beim Smirting bleiben Raucher unter sich, und so liegt man zumindest in diesem Punkt schon mal auf derselben Wellenlänge.
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"Wenn man raucht ist es ganz einfach. Man muss nur nach Feuer fragen. In einen Club ist es total laut, alles was man sagen kann ist, ich versteh dich nicht. Und das war’s dann."
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"Alle sind in der gleichen Situation. Wir sind Vertriebene, und weil alle ein gemeinsames Ziel haben redet man miteinander. Das Verbot macht die Raucher zu einer verschworenen Gemeinschaft."
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"Wenn man eine Frau in einer Bar anquatscht, dann weiß man nie, ob sie einfach nur auf jemanden wartet oder so. Aber wenn sie draußen alleine eine raucht, dann ist eigentlich alles klar."
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"Ja, es passiert mir manchmal dass ein süßer Typ kommt und nach Feuer fragt. Dann quatschen wir und er gibt mir einen aus. Das find ich großartig."
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"Es ist verdammt kalt, also muss man sich zusammenkuscheln, damit es gemütlich wird."
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Smirting - die Raucher in Europa sind begeistert.
Und hier nun die besten, international erprobten Tipps für den erfolgreichen Smirt:
Tipps für Frauen:
Lasst das eigene Feuerzeug erst mal in der Tasche, damit er Euch Feuer geben kann. Falls mal ein Mann nach Feuer Ausschau hält kann es aber ganz hilfreich sein, trotzdem eines griffbereit zu haben - für alle Fälle. Nach Zigaretten schnorren kommt meistens nicht gut an, also die eigenen Kippen mitnehmen. Da es gerade jetzt im Winter draußen vor der Tür sehr kalt ist, eröffnet sich ein weiterer Ansatzpunkt für flirtwillige Frauen: Wenn Ihr Eurem Smirt-Partner gegenüber erwähnt, dass Ihr wahnsinnig friert, kann er - Interesse vorausgesetzt - gleich seinen Arm um Euch legen und Euch wärmen.
Tipps für Männer:
Man(n) sollte das "Zielobjekt" im Auge behalten und genau beobachten, wann sie ins Freie zum Rauchen geht. Dann könnt Ihr ganz zufällig auch gerade in diesem Moment mal nach draußen schauen - und dort kommt man schnell ins Plaudern. Ein Muss ist natürlich, ein Feuerzeug dabeizuhaben, um es jederzeit anbieten zu können. Bei erstem Erfolg solltet Ihr nach dem Rauchen drin einen Drink spendieren. Frauen frieren leicht - also seid Kavaliere und sorgt für Abhilfe!
Tipps für Nichtraucher:
Man sollte natürlich nicht nur des Flirtens wegen zur Zigarette greifen! Hüstelnd-keuchende Anfänger sind eher eine Lachnummer, und niemand sollte nur aufgrund eines Trends seine Gesundheit aufs Spiel setzen. Vielmehr kann man ja einmal die Freundin oder den Kumpel nach draußen begleiten, wenn sie zum Rauchen gehen. Vielleicht findet man dort ja andere Nichtraucher, die ihrerseits auch nur jemandem Gesellschaft leisten – und trifft dort Mr. oder Mrs. Right? Aber auch im Lokal gibt es Möglichkeiten zum Anbandeln: Wenn die Raucher zum Qualmen die Runde verlassen, sind die drinnen „Zurückgelassenen“ möglicherweise gelangweilt und für einen kurzen Flirt viel offener. Zumal dann am Tisch des Betreffenden ganz bestimmt ein Platz frei ist. Auch hier gibt's natürlich den Klassiker für den Gesprächsstart: „Diese Raucher - dass die ständig raus in die Kälte müssen…“
Der besondere Tipp für "Fortgeschrittene":
Wer sich besonder interessant und weltgewandt geben will, kann außergewöhnliche, besonders stilvolle oder ausländische Zigaretten anbieten. Aber bitte nicht zu dick auftragen...!
Viel Erfolg und viel Spaß beim Smirting wünscht fidiboo.de!
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