Google stellt im Rahmen seines Projekts „Street View“ (Straßenansicht) Fotoaufnahmen von Straßen und Plätzen aus aller Welt ins Netz, die aus einem Auto heraus aufgenommen werden. Die Filmaufnahmen sind seit 2009 im Gange. Das Unternehmen bietet bereits hochauflösende Luftaufnahmen des kompletten Globus mit dem Dienst „Google Maps“ und im Programm „Google Earth“ an.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) teilte im Juli 2009 nach Gesprächen mit dem US-Unternehmen mit, Google habe zugesagt, Widersprüche von Hausbesitzern und Bewohnern schon vor der Veröffentlichung zu berücksichtigen. "Es dürfen einzelne Personen an einzelnen Orten zu bestimmten Zeiten nicht erkennbar sein", so Herrmann. Die Privatsphäre der Bürger müsse geschützt werden. Außerdem hat Google zugesagt rechtzeitig anzukündigen, wann seine Kamerawagen durch welche Städte fahren: Über die demnächst zur Ablichtung vorgesehenen Orte informiert Google auf seiner
Frageseite zu Street View. Gesichter und Autokennzeichen werden von vornherein auf den Aufnahmen unkenntlich gemacht.
Wie kann ich gegen die Veröffentlichung von Bildern meines Hauses widersprechen?
Jeder kann die Bilder von seiner Garageneinfahrt, seinem Haus oder seinem Garten wieder aus dem Internet entfernen lassen. Wie man bereits veröffentlichte Aufnahmen löschen lassen kann, erklärt Google in seiner Liste der häufig gestellten Fragen (FAQs) unter der Überschrift "Wie kann ich ein Street View-Bild melden?" Dort wird dann anhand eines Screenshots beispielhaft erklärt, wie das Formular mit dem Einwand oder Widerspruch zu Google gelangt.
Wer es gar nicht soweit kommen lassen will, kann schon vor der Veröffentlichung beantragen, dass die Fotos des eigenen Hauses nicht in Street View aufgenommen werden. Hierzu hat Google ein Online-Formular bereitgestellt, das man über die neue Infoseite zu Google Street View erreicht ("Unkenntlichmachung beantragen"). Da der Dienst für Deutschland im November 2010 starten soll und die Bearbeitung der Anträge etwas Zeit in Anspruch nimmt, sollte man bis zum 15. Oktober 2010 seinen Widerspruch einreichen. Falls es dafür zu spät sein sollte, muss man den oben beschriebenen Weg ("Bild melden") gehen.
Alternativ ist in beiden Fällen auch der Einspruch per Brief oder E-Mail möglich. Die Post-Adresse lautet:
Google Germany GmbH, Betr.: Street View, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg.
Die Mail-Adresse für Einsprüche gegen Street-View ist
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